Neubau, Reparatur oder vollständige Erneuerung?
Nicht jeder Schaden erfordert einen neuen Dachstuhl. Umgekehrt lassen sich statisch relevante Probleme nicht mit Oberflächenarbeiten lösen. Eine Bestandsaufnahme sollte klären, welche Bauteile geschädigt sind und wie sie im Tragwerk wirken.
Auch geplante Umbauten wie Gauben, Dachausbau oder zusätzliche Dachlasten können Verstärkungen auslösen.
Bauteile und Lastabtragung
Sparren, Pfetten, Stützen, Zangen, Streben und Anschlüsse übernehmen unterschiedliche Aufgaben. Bei Änderungen ist entscheidend, welche Lastpfade unterbrochen oder neu geführt werden.
Historische Konstruktionen können andere Verbindungsmittel und Querschnitte aufweisen als moderne Dachstühle.
Holzschäden richtig einordnen
Verfärbungen, Risse oder alte Insektenfluglöcher sind nicht automatisch ein statischer Totalschaden. Entscheidend sind Ursache, Querschnittsverlust, Feuchte und Lage des betroffenen Bauteils.
Besonders bei Balkenköpfen, Auflagern und Anschlüssen sollte die Ursache des Schadens mituntersucht werden.
Abbinden, Vorfertigen, Montieren
Bei einem neuen Dachtragwerk ermöglichen digitale Aufmaße und Werkstattvorfertigung eine präzise Montage. Kranlogistik, Witterung und Schnittstelle zum Dachdecker sollten früh abgestimmt werden.